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Ihr Job ist in Gefahr! Die 14 Warnzeichen

Selbst bei hervorragender Arbeitsleistung ist der Job als Leiter Unternehmenskommunikation, als Pressesprecher oder Leiter Interne Kommunikation nicht sicher. Viele Faktoren, die Sie selbst nicht beeinflussen können, stellen ein potentielles Risiko dar. Im Beitrag "Wenn der Stuhl wackelt" ist an einem Beispiel skizziert, wie sich aus einer sicheren Position plötzlich und unerwartet für den Betroffenen die Kündigung durch den Arbeitgeber entwickeln kann.

Die Entwicklung hin zu so einer bedrohlichen Situation ergibt sich meist schrittweise. Sie ist durchaus auch wahrnehmbar für den betroffenen PR-Manager, wenn er offen für die Zeichen ist und sie nicht einseitig interpretiert. Hier eine Liste typischer Warnzeichen, die zumindest zum Anlass genommen werden sollten, die eigene Situation kritisch zu reflektieren.

Die genannten Do's and Dont's zeigen typische Verhaltensmuster auf, mit denen sich Unternehmenssprecher oder PR-Berater selbst in solch eine kritische Situation bringen können.

Die 14 Warnzeichen

Relevant sind Anzeichen, wenn sie eine Veränderung zur bisher erlebten Praxis anzeigen und in mehreren der genannten Punkte auftreten:

  • Eigene Projekte werden vom Vorstand ohne schlüssigen Grund nicht freigegeben, immer wieder verzögert oder blockiert
  • Zuvor bestehende Transparenz über Vorstandsaktivitäten und Auftritte von Vorständen geht verloren
  • Gesprächstermine beim Vorstand sind kaum noch zu bekommen
  • Von wichtigen neuen Projekten anderer Bereiche erfahre ich nur noch per Zufall
  • Auf eigene interne Berichte und Hinweise erfolgt vom Vorstand kaum noch Feedback oder Nachfrage
  • Es finden Meetings ohne mich statt, zu denen ich früher eingeladen worden wäre
  • Meine Mitarbeiter werden ohne meine vorherige Einbeziehung in Projekte anderer Bereiche eingebunden
  • Für Aufgaben, die in meinen Verantwortungsbereich fallen, werden von Vorstand oder Geschäftsführung externe Kommunikationsberater eingebunden
  • Eventuell vorhandene Kontakte zu Aufsichtsräten oder Firmeninhabern werden abgeschnitten
  • Dienstreisen zu Gesprächen und Meetings auf Holding-Ebene werden hinterfragt oder unterbunden.
  • Eigene Rolle bei wichtigen internen Veranstaltungen (wie Führungskräfte-Meetings) wird vom Vorstand hinterfragt
  • Bitten um Rückendeckung in kritischen Situationen wird vom Vorgesetzten nicht mehr erfüllt
  • Vorgesetzte fordern von Ihnen - anders als vorher - keine Konzepte oder Strategiepapiere mehr an
  • Eigene Mitarbeiter befolgen selbst klare Anweisungen nicht mehr oder nur teilweise, ohne dass offener Widerstand gezeigt wird

 

Oft sind es klassische Fehler in Ihrem eigenen Verhalten ("Dont's"), die Vorgesetzte an Ihrer Qualifikation, Kompetenz oder Loyalität zweifeln lassen. Daraus kann sich eine Situation entwickeln, in der der Arbeitgeber immer unzufriedener mit Ihnen wird und an eine Vertragsauflösung oder Kündigung denkt. Auf der anderen Seite werden die eigenen Chancen zur Profilierung ("Do's") häufig nicht kensequent eingesetzt.

Do‘s

  • Strategisch überlegt kommunizieren, gegenüber Vorgesetzten ebenso wie gleichrangigen Kollegen und Mitarbeitern
  • Schwierige Gespräche vorbereiten und taktische Varianten bereit halten, um eigene Ziele zu erreichen
  • Konflikte analysieren und klären, ob im direkten Gespräch oder durch andere geeigente Schritte
  • Zwänge anderer berücksichtigen und entsprechend verhalten oder argumentieren
  • Allianzen erkennen und Folgerungen daraus ziehen
  • Bewusst Führen und Fördern
  • Eigene Fehler reflektieren und Konsequenzen ziehen

Dont's

  • Führen nach Tageslaune und eigener Stimmung 
  • Warnzeichen ignorieren
  • Konflikte aussitzen wollen
  • In Krisensituationen "untertauchen"
  • In E-Mails emotional „Luft ablassen“
  • Trotziges „Jetzt erst recht“-Handeln
  • Konflikte unüberlegt eskalieren
  • Ständig auf Hierarchie berufen